Wie Kreativ Cafè Vivantia entstanden ist

Der Gedanke hinter dem Kreativ Café in Jena

Als ich das Plakat vom Ideenwettbewerb des StadtLab gesehen habe und kurz darauf den Raum in der Ratszeise betreten habe, war die Entscheidung sofort da. Kein langes Überlegen. Es hat einfach gepasst.

Ich hatte nichts Bestimmtes gesucht. Und trotzdem war sofort klar, dass sich hier etwas umsetzen lässt, das mich schon länger begleitet.

Ich heiße Elena Efa. Ich bin Künstlerin und diplomierte psychosoziale Kunsttherapeutin. Viele Jahre habe ich in Braunschweig gearbeitet, in eigenen Räumen, in denen Kunsttherapie und freies kreatives Arbeiten zusammengekommen sind. Menschen waren dort, um sich Zeit zu nehmen, um Dinge zu sortieren oder einfach, um etwas mit den Händen zu machen.

Dabei habe ich immer wieder beobachtet, wie sich etwas verändert, sobald man anfängt zu arbeiten. Wenn man näht, malt oder mit Ton arbeitet, wird es im Kopf oft ruhiger. Gedanken ordnen sich eher von selbst, ohne dass man sie aktiv lösen muss.

Irgendwann habe ich diesen Abschnitt beendet und bin nach Jena gezogen. Das war kein großer Schnitt, eher ein langsamer Übergang. Ich habe mich mehr auf meine Familie konzentriert und auf meine eigene Arbeit. Ich habe viel mit Materialien gearbeitet, mit Holz, Stoffen und alten Dingen, die schon benutzt wurden und Spuren tragen.

So ist auch Sinteins entstanden, das ich gemeinsam mit meinem Mann aufgebaut habe. Er ist Tischler, und wir arbeiten dort zusammen. Wir finden Möbel und Objekte, arbeiten sie auf und bringen sie wieder in einen Zustand, in dem man sie gerne benutzt. Viel passiert dabei über Handwerk, über Details, über das, was man beim Arbeiten sieht und entscheidet.

Als ich dann in der Ratszeise stand, hat sich das alles verbunden. Der Raum war offen und hatte genau die richtige Größe für das, was mir vorschwebte.

Vivantia ist daraus entstanden.

Der Gedanke dahinter ist recht einfach. Ein Ort, an dem man sich aufhalten kann, ohne dass man sofort wieder weiter muss. Man kann einen Kaffee trinken, etwas essen, sich unterhalten oder einfach da sein. Und gleichzeitig gibt es die Möglichkeit, selbst tätig zu werden. Zu malen, zu schreiben, zu nähen oder mit anderen Materialien zu arbeiten. Jeder in seinem eigenen Tempo.

Die Einrichtung gehört dazu. Viele der Möbel und Gegenstände kommen aus Sinteins. Man benutzt sie ganz selbstverständlich, sitzt daran, hält sie in der Hand. Und wenn jemand merkt, dass genau dieses Stück zu ihm passt, kann es auch weitergehen und einen neuen Platz finden.

Vivantia entwickelt sich Stück für Stück. Durch die Menschen, die kommen, durch die Dinge, die passieren, und durch die Zusammenarbeit mit anderen, die ihre eigenen Ideen und Arbeiten mitbringen.

So ist Vivantia entstanden. Aus dem, was ich vorher gemacht habe, und aus dem Wunsch, dafür einen neuen Rahmen zu schaffen.

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